Spanische Zeitschriften unken über Ottokar-Karl Graf von Söhnlein
Madrid: Die auflagenstarke spanische Zeitschrift "Pronto" sorgte mit ihrem Artikel über Ottokar-Karl Graf von Söhnlein in ihrer Ausgabe vom 5.Januar 2008 (N°1861) auf Seite 23 für Empörung unter den deutschen Rentnern in Mallorca und Teneriffa.
Stein des Anstosses war die Formulierung im Anzeigetitel "expulsado del parlamento por vago" zu deutsch: "Aus dem Parlament wegen Faulheit ausgeschlossen".
Faulheit mag nach Aufassung der Bild-Zeitung, die im Sommer 2007 mit der unterhaltsamen Schlagzeile "Deutschlands faulster Politiker" schimpfte, stimmen.
Ausgeschlossen ist jedoch falsch, liebe Spanier.
Der besagte Parlamentarier wurde nicht aus dem Bundestag ausgeschlossen. Er legte sein Bundestagsmandat am 10.12.2007 aus eigenem Antrieb nieder und begründete dies damit, dass er sich in Zukunft nur seiner Familie, seinen fürstlichen Besitztümern und seinen Rückenproblemen widmen wolle. Wenn er Zeit habe, werde er auch ab und zu Mal die eine oder andere Party besuchen.
Graf von Söhnlein spendete seine Abfindung von 40.000 Euro Kinderprojekten in Schleswig-Holstein.
Erwin Pommes, deutscher Rentner, 87 Jahre alt aus Las Palmas / Teneriffa, erklärte, er wolle kein einziges spanisches Restaurant mehr besuchen, lieber gehe er zu McDonald.
In Arenal auf Mallorca kam es sogar zu Pulvereien zwischen jüngeren und älteren deutschen Touristen. Der besagte Pronto-Artikel sorgte am Strand bei einer Studentengruppe für ausgelassene Heiterkeit, jedoch für Unmut bei Mitgliedern des Kegelvereines aus Bad Fluffenhausen.
Die mallorcinische und kanarische Gastromie beklagt Umsatzeinbussen in Millionenhöhe. 15.000 Kellner beschwerten sich, kein einziges Trinkgeld von deutschen Touristen erhalten zu haben.