Überstunden nicht immer notwendig
Wanne-Eickel: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Supermarktkette Qualle AG, Franz Popel, teilt auf der Pressekonferenz vom 07.10.2007 mit, dass es zu keiner Einigung zwischen der Unternehmensleitung und den Arbeitnehmern gekommen sei.
Obwohl der weltweit vertretene Konzern auch in diesem Geschäftsjahr eine Gewinnmaximierung von 13 % verzeichnen konnte, müssen nach Auffassung der Firmenleitung ab Juli 2008 ca. 50.000 Stellen abgebaut werden, um auch international konkurrenzfähig zu bleiben.
Der notwendige Stellenabbau können nur dann verhindert werden, wenn die Belegschaft auf 20 % Prozent ihres Lohnes verzichte und und 20 Stunden mehr in der Woche arbeite.
Der Betriebsrat lehnte dieses Vorhaben mit einstimmiger Mehrheit ab und wies daraufhin, dass die internationale Konkurrenzfähigkeit auch dadurch gesichert werden könne, dass die Firmenmanager nicht mehr 30.000 Euro netto monatlich bekommen müßten sondern auch 8.000 Euro monatlich völlig ausreichen würden.
Für den nächsten Monat sind Warnstreiks vorgesehen. Die Qualle AG drohte damit die Produktionsstätten nach Osteuropa oder China zu verlegen.